bit [kurz für engl. binary digit, »Binärzahl, Dualziffer, Zweierschritt«]: Maßeinheit für den Informations-gehalt in einer geschriebenen oder signalisierten Nachricht:
Werden die Buchstaben des Nachrichten-alphabets durch Binärzeichen (z.B. 0 u. 1 oder »aus« u. »ein«) dargestellt, so ist der durch ein solches Binärzeichen gegebene Informationsgehalt gleich 1 bit.
Computer
: Sammelbegriff für elektron., programmierbare Datenverar-beitungssysteme unterschiedl. Leistungsfähigkeit u. Tech-niken. Einen Computer zeichnen drei Eigenschaften aus:
1. er kann rechnen, 2. er kann Programme u. Daten speichern, 3. er kann Entscheidungen fällen u. dadurch den Programmablauf steuern. Ein arbeitsfähiger Computer,
Computersystem genannt, besteht aus Hardware u. Software. Dabei versteht man unter Hardware die Zent-raleinheit u. die Peripherie. Die Zentraleinheit besteht aus dem Steuerwerk,
dem Rechenwerk u. dem internen Ar-beitsspeicher, sie übernimmt die Ablaufsteuerung u. Koordination aller Aktivitäten des Computer bei der Pro-grammausführung.
Größere Datenmengen werden meist in Speichern abgelegt: Disketten, Festplatten u. Magnetbänder. Je nach Speicherkapazität u. anderen die Leistung beeinflus-senden Faktoren unterscheidet man Mikro-Computer,
z.B. Heim- u. Personal-Computer, Geräte der sog. mittleren Da-tenverarbeitung, wie z.B. Abtei-lungsrechner, u. Großrechner. Die höchste Rechenleistung haben die Super-Computer oder Parallelrechner,
bei denen mehrere Zentraleinheiten paral-lel an einem Problem arbeiten. Die Peripheriegeräte eines Computer sind die Datenein- u. -ausgabeeinheiten. Sie dienen der Mensch-MaschineKommunikation
(z.B. Tastatur, Bildschirm, Klarschrift-leser) u. der Ausgabe der com-puterermittelten Daten (z.B. Drucker, Plotter, Photosatzbe-lichter). Zur Peripherie werden auch Datenfernübertra-gungseinrichtungen gerechnet,
die die Verbindung mit anderen Computer u. Datenbanken erlaube. Zur Bediener-freundlichkeit eines Computer trägt entscheidend die Software bei, bei der man die Betriebs-system- u. die Anwender-software unterscheidet.
Das Betriebssystem überwacht u.·a. die Tastatureingaben, gibt Mel-dungen auf dem Bildschirm aus, verwaltet den Zugriff auf externe Speicher u. bei Mehrbenutzerrechnern die Rechenzeit. Die Anwendersoft-ware
ist schließl. das Element, das dem Computersystem die reale Aufgabe mitteilt u. es dazu veranlaßt, das konkrete Problem zu lösen. Sie wird ent-weder selber erstellt oder im Handel bezogen.
Am häufigsten verwendet werden Textverarbeitungs-, Kalkulati-ons- u. Datenbankprogramme.
Wichtige Programmiersprachen (Auswahl)
Abk. Name/Herkunft Anwendung
ALGOL Algorithmic Language Algorithmische Programmiersprache für mathematische u. technisch-wissenschaftliche Probleme
APT Automatic Programming for Tools Numerische Steuerung von Werk-zeugmaschinen
ASSEMBLER Assembly Language Maschinenorientierte Programmier-sprache, strukturell an bestimmte Rechenanlagen angepaßt
BASIC Beginners All-Purpose Symbolic In-struction Code Leicht erlernbare Programmierspra-che zur Programmierung von Mikro-computern
C von B. W. Kernighan u. D. M. Rit-chie, USA, entwickelt Höhere Programmiersprache mit ASSEMBLER-nahen Eigenschaften
COBOL Common Business Oriented Lan-guage Kaufmännische Anwendungen ohne mathematische Funktionen
FORTH von Computer H. Moore, USA, ent-wickelt Entwicklungssystem
FORTRAN Formula Translation Technisch-wissenschaftliche Proble-me
LISP List Processing Language Künstliche Intelligenz (KI); Listen-verarbeitung
LOGO von Digital Research Dr. Logo ver-breitet Einfache Programmiersprache (Lern-sprache für Kinder)
PASCAL Weiterentwicklung von ALGOL Höhere Programmiersprache für strukturierte Programmierung
PL/1 Programming Language/1 Algorithmische Programmiersprache, vereinigt Vorzüge von ALGOL u. COBOL
PL/M Programming Language for Mikro-computers PL/1-Version für Mikrocomputer
PROLOG Programming in Logic Künstliche Intelligenz (KI)
Compact Disc, CD: Scheibe von 12 cm Durchmesser, auf der digital verschlüsselt Musik gespeichert u. die be-rührungslos von einem Laser abgetastet wird. Die Weiterentwicklung zur Speicherung von 550-650 Megabyte Daten (ca. 300 000 Seiten DIN A 4)
heißt CD-ROM (ComputerD. Read Only Memory). Auf ihr können gleich-zeitig Bild, Video, Ton u. Text gespeichert werden. Die CD-ROM kann mit einem speziellen Laufwerk auf Computern abgespielt werden, während eine CD-I (ComputerD. Interactive),
welche dieselben Kapazitäten hat, mit Hilfe eines Zusatzgerätes auf Fernsehbildschirmen abgespielt wird.